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Cem oezdemir

Liebe Freunde, Partner und Förderer von „Die Komplizen“,


verschiedene Vergleichstudien haben uns vor Augen geführt, dass das deutsche Bildungssystem einige Reformanstrengungen unternehmen muss, um unsere Kinder und Jugendlichen besser zu fördern. Obwohl Bildung Aufgabe der Bundesländer ist und diese auch nicht von ihrer Verantwortung entbunden werden dürfen, sollten wir uns doch nicht länger auf rein staatliche Maßnahmen verlassen.

Veränderte Rahmenbedingungen laden ein zu neuen Modellen in der Förderung von Schülerinnen und Schülern. Dabei denke ich gerade an Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Sie können der Jugend zur Seite stehen und ihnen helfen, für das Leben nach der Schule ideal vorbereitet zu sein.

Aus Sicht der Unternehmen spielen in diesem Kontext vordergründig drei Themen eine Rolle: 1. Corporate Social Responsibility (CSR), d.h. ein Bekenntnis zur Verantwortung gegenüber den Stakeholdern, 2. Human Resources (HR), d.h. Personalentwicklung durch effizientes Training und unmittelbares Feedback sowie hohe Motivation der Mitarbeiter und schließlich 3. Public Relations (PR), d.h. interne wie externe Kommunikation über das Engagement des Unternehmens.

Die Förderung Jugendlicher bedarf gebündelter Anstrengung. Sie sollte nicht erst beginnen, wenn es quasi schon zu spät ist. Neben Eltern und Lehrern können auch Unternehmer und Mitarbeiter die Schüler von heute dabei ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden und diesen auch zu gehen.

Im Angelsächsischen ist dieses Modell seit Jahrzehnten als Mentoring bekannt. Die Komplizen sind ein solches Netzwerk, in dem Schüler und junge Berufstätige einander begegnen. Idealerweise werden die Jugendlichen dabei von ihren erwachsenen „Komplizen“ in den letzten ein- bis zwei Schuljahren „Eins zu Eins“ begleitet.
Was mir am Konzept von „Die Komplizen“ besonders gut gefällt ist, dass alle Teilnehmer (Jugendliche, Mentoren und Unternehmen) davon profitieren – und jeder steuert einen Teil zum Gelingen bei.
Als potenzielle Partner und Förderer der Komplizen sind Sie gefragt, etwas für die Jugend in Ihrer Stadt zu tun. Setzen Sie sich mit den Komplizen in Verbindung und stellen Sie fest, wie einfach es ist, ein junges Leben zu bereichern – und dabei auch noch ihren unternehmerischen Prinzipien treu zu bleiben.
Also, was tun Sie für die Jugend in Ihrer Stadt?

Herzliche Grüße

Ihr
Cem oezdemir
Cem Özdemir, Parteivorsitzender (Bündnis 90/Die Grünen)