Deutsch English

Tandembericht aus München

MUC_Tandem_Korff.JPG

(Pia Lesch und Isabel von Korff)

Pia Lesch (Mentee):

Isabel und ich haben uns durch das Mentoring-Netzwerk „Die Komplizen“ kennen gelernt, von der mir meine Mutter glücklicherweise erzählt hat. Während der Treffen, die einmal im Monat stattfinden, versuchen wir verschiedene Aktivitäten zu unternehmen, damit wir immer neue Anhaltspunkte finden, um uns weiter zu unterhalten, wobei das eigentlich nie ein Problem ist. Das erste Treffen war zum Beispiel bei der „Pferd International“. Ziel des Tandems ist die Bereicherung beider Seiten und Hilfestellung für den Mentee, der noch vor seinem Abschluss steht und vielleicht nur Ideen hat, welchen Beruf er später mal ergreifen will. Aber auch Tipps und Tricks wie man sich auf das Abitur vorbereitet und Erfahrungen von einer Person, bei der die Prüfung noch nicht so lange zurück liegt wie bei den Eltern. Ich habe mich von Anfang an auf die Patenschaft gefreut und darauf, Kontakte zu knüpfen und Anstöße für meinen beruflichen Werdegang zu sammeln. Diese erhalte ich im Komplizen-Programm durch meine Mentorin und durch die Arbeitsplatzbesichtigungen, die von den Mentoren angeboten werden. Es ist jedes Mal sehr wertvolle Zeit, die ich mit Isabel verbringe. Wir bereden alles und am Ende fühle ich mich immer schlauer. Viel bringt mir ihre Erfahrung und ihre Erzählungen aus ihrem Leben, wie sie es gemacht hat, um dort zu sein wo sie jetzt ist. Man kann immer viel voneinander lernen. Ich bin der Überzeugung, dass es sich später zeigt, wie viel ich lernen konnte und wie viel mir diese Zeit gebracht hat. Ein Höhepunkt war der Ausritt vor kurzem, der aber leider etwas nass und kalt, war aber trotzdem sehr schön. Isabel und ich teilen nämlich die Liebe zu Pferden. Jeder, dem ich von den Komplizen erzählt habe, findet es eine gute Sache. Ich schwärme auch immer in den höchsten Tönen davon und will gleich jeden Jugendlichen dazu bringen mitzumachen, um eben diese Chance auch zu bekommen.

Isabel von Korff (Mentorin):

Meine Mentee Pia habe ich im März 2010 über „Die Komplizen“ kennengelernt, einem Mentoring-Netzwerk, das sich die Berufsfrühorientierung von Gymnasiasten zum Ziel gesetzt hat. Die Aktivitäten bei unseren Tandemtreffen sind immer unterschiedlich. Wir waren z.B. schon auf dem Tollwood, einem Kulturfestival in München, oder wollen uns nächstes Mal auf dem Weihnachtsmarkt treffen. Da wir beide Pferde sehr gerne mögen, sind wir auch schon zusammen ausgeritten. Wichtig bei unseren Treffen ist, dass es immer eine Aktivität gibt und wir möglichst draußen sind. Es wäre langweilig, sich zum Reden immer nur in ein Café zu setzen. In der Regel treffen wir uns einmal im Monat. Ziel unseres Tandems ist die Berufsorientierung von Pia. Ich erhoffe mir, dass die gemeinsame Zeit Pia für ihre berufliche Zukunft hilft und sie davon profitiert. Für mich ist es natürlich auch sehr spannend mitzubekommen, wie es ist, heute 18 zu sein und kurz vor dem Abitur zu stehen. Was mich motiviert hat, bei den Komplizen mitzumachen ist die Tatsache, dass ich in Pias Alter selbst gerne an so einem Programm teilgenommen und mir auch die Unterstützung eines Mentors gewünscht hätte. Die Treffen mit Pia machen mir großen Spaß. Sie ist eine motivierte, aufgeweckte, liebe und freundliche Person und wir haben viele gemeinsame Interessen. Das bisherige Highlight unseres Tandems war ein gemeinsamer Ausritt, der im strömenden Regen endete. Als ich Pia im Anschluss nach Hause gefahren habe, habe ich zum ersten Mal auch ihre Mutter kennen gelernt, die sehr nett war. Sie hat uns eine Suppe gekocht und ich konnte dort Pia ein bisschen in ihrem familiären Umfeld erleben. Das war ein sehr schöner Moment. Mein Umfeld reagiert sehr positiv auf mein ehrenamtliches Engagement bei den Komplizen.